Spirit/Stellvertreter
Installation mit Nachrichtenbildern
Vitrinen am Haus des Lehreres/Berlin, 2000
Künstlerhaus Schloß Plüschow, 2001
Kunsthalle Rostock, 2001

Um so mehr der Tod als reales Geschehen unsichtbar wird, drängen sich Bilder von Toten, wie sie in Nachrichtensendungen und Dokumentationen zu sehen sind, in die Vorstellung.
Die Berührbarkeit der Toten wird ersetzt durch die Dynamik der Bild- und Tonfolgen. Der Tod wird entkörperlicht, sein neues Material ist Licht und Energie.
Für das Projekt Stellvertreter wurden aus Nachrichtensendungen Einzelbilder extrahiert, die einfache, an Toten ausgeführte Handlungen zeigen: die Leichen werden zu- oder aufgedeckt, untersucht, berührt.
Einmal drückt ein Finger eine sichtbare Mulde, oder ein Ohrläppchen verbiegt sich. Oder es wird versucht, durch eine Geste mit dem Körper zu kommunizieren.
Diese Momente erlauben Eindrücke einer elementaren Vorstellung vom leblosem Körper. Sie unterläuft die medial inszenierte, nie enden wollende Lebendigkeit.